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Leben, um zu arbeiten – arbeiten, um zu leben – leben und arbeiten?

Die Arbeitszufriedenheit nimmt deutschlandweit ab. Diese Tendenz ist einer Umfrage der Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) vom Mai 2023[1] zufolge bereits im Vergleich zu 2021 zu erkennen – die weitere Entwicklung? Ungewiss. 

Da könnte man zu dem Gedanken neigen: Na klar, alles wird teurer, aber die Gehälter steigen nicht mit! Da kann man doch nur unzufrieden  sein! Doch: So einfach ist es nicht. Denn zu den wichtigsten Faktoren zählten unter den Befragten ein gutes Verhältnis zu den Kollegen sowie ein angenehmes Arbeitsklima. Nur etwa jeder Dritte legte besonderen Wert auf ein hohes Gehalt. Darin schwingt ein klarer Arbeitsauftrag an jedes Unternehmen mit: Auch der Charakter zählt!

Sowohl die Personal- als auch die Führungskräfteentwicklung stehen, nicht zuletzt in Zeiten des Fachkräftemangels, im Fokus – nicht nur für Unternehmen, sondern auch in der Verwaltung. Bereits im Februar befassten wir uns an dieser Stelle ausgiebig mit dem Thema.

Ob im Betrieb oder der Behörde, ob niedrigschwellige Herangehensweise oder groß aufgezogene Organisationsentwicklung: Die Befähigung jeder und jedes Einzelnen sorgt für Erfolg und Wohlbefinden, die sich wiederum wechselseitig bestärken. Dass dies die Produktivität der Unternehmung beeinflusst, ist klar – und wird in der bereits angeführten Studie von Ernst & Young ebenfalls hervorgehoben (s. Fußnote 1).

Wie unterschiedlich die Herangehensweise bei diesem doch im Grunde gleichen Ziel sein kann, zeigen zwei Projekte von shm netzwerk aus den letzten Wochen (und Monaten) sehr gut. 

Bereits seit Oktober 2023 ist Stephan Möller in einer Gärtnerei im Südwesten Deutschlands im Einsatz, um die Organisationsentwicklung mit dem Schwerpunkt der Personal- und Führungskräfteentwicklung voranzubringen. Ein kleines Team aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat sich zusammengetan, um – ganz nach den Bedürfnissen der Beteiligten vor Ort – Schwerpunkte für das Vorankommen des Unternehmens auszuarbeiten. shm netzwerk trägt hierzu bei, indem es passende Methoden zur Erreichung der selbstgesteckten Ziele (mit-)entwickelt. 

So wurde ein Onboarding-Prozess konzipiert, der diese allgemeinen Überlegungen aufnimmt und mit konkreten Maßnahmen verknüpft. In diesem Zusammenhang wird u. a. ein Buddy-Konzept etabliert. So werden neue Kolleginnen und Kollegen von Tag eins an eng begleitet und erhalten einen Ansprechpartner. Das nimmt Unsicherheiten, fördert das kollegiale Miteinander, verkürzt Anlernprozesse und minimiert das Risiko möglicher Kommunikationsschwierigkeiten. Man erkennt: Eine erfolgreiche Integration neuer Mitarbeiter kann von Tag eins an gestaltet werden und trägt maßgeblich zur Reduktion von Frühfluktuation und damit Kostenreduktion bei.

Da sich mögliche Fragen und ‚Stolperfallen‘ je nach Tätigkeit unterscheiden, werden Checklisten für jede Abteilung erstellt, die den Onboarding-Prozess möglichst spezifisch vorstrukturieren sollen. Durch das Buddy-Konzept bleibt die Individualität des Ankommens für jeden und jede jedoch stets gewährleistet. 

Bemerkenswert hierbei ist, dass kein Mitglied dieser unternehmensinternen Arbeitsgruppe zur Personalabteilung gehört – da es in der Gärtnerei keine. Hieran ist sehr gut zu erkennen, dass es neben der Begeisterung der Einzelnen für diese Fragen tatsächlich darum geht, die Notwendigkeiten von innen heraus zu erarbeiten – aus den einzelnen Abteilungen, von den einzelnen Mitarbeitern ausgehend, die hier beteiligt sind. Deren Energie und Ideen zu bündeln, sodass aus den vielen wichtigen Impulsen konkrete Konzepte und Maßnahmen für das Unternehmen werden – dabei steht shm netzwerk tatkräftig zur Seite. Begleitet wird dies durch eine Schulungsreihe für (kommende) Führungskräfte, die diese Prozesse perspektivisch federführend gestalten und begleiten sollen.

Doch nicht nur im Unternehmen, sondern auch in der öffentlichen Verwaltung geht man die Personal- und Führungskräfteentwicklung entschlossen an – auch hier gerne in Begleitung durch shm netzwerk. 

Zuletzt war dies in einer westdeutschen Kreisverwaltung der Fall. Grundlegend war die Tätigkeit vor Ort mit dem Einsatz in der südwestdeutschen Gärtnerei vergleichbar, die Herangehensweise jedoch ungleich umfassender: In einer organisatorisch umfassend angelegten Zusammenarbeit zwischen Kreisverwaltung und shm netzwerk fand u. a. ein Workshop des erweiterten Führungspersonals statt. Hierbei ging es um nicht weniger als die zukünftigen Ziele der Personal- sowie der Führungskräfteentwicklung in der Kreisverwaltung. Um konkret zu werden, wurden bereits konkrete Schwerpunkte für das aktuelle Kalenderjahr festgelegt. So wird die anstehende Arbeit nicht nur überprüfbar, sondern vor allem: tatsächlich angepackt. Um diesem Anspruch und dem Umfang der Aufgabe gerecht zu werden, ist shm Netzwerk mit zwei Experten vor Ort: Neben Stephan Möller arbeitet auch Beate Ritzler mit daran, die Kreisverwaltung für die Zukunft (des Personalwesens) aufzustellen.

Auch in diesem Fall wurden konkrete Maßnahmen ideen entwickelt. Zunächst geht es um einen Aspekt, der den Arbeitsalltag auf allen Ebenen berührt und damit den Austausch zwischen den Mitarbeitern und ihren Führungskräften intensiviert: das Mitarbeiterjahresgespräch. Neben der Aussprache über Entwicklungsziele und -bedarfe soll es die Möglichkeit für gegenseitiges Feedback geben. Neben der transparenten Rückmeldung zur Zielerreichung durch den Mitarbeiter hat dieser ebenso die Möglichkeit, das wahrgenommene Führungsverhalten des Vorgesetzten zur Sprache zu bringen. Das Selbst- und Fremdbild aller Beteiligten wird so ebenfalls zum Gesprächsgegenstand.

Darüber hinaus wurden und werden strategische Führungsthemen entwickelt („Das müssen unsere Führungskräfte können!“).  Die Konzipierung und Etablierung eines Weiterbildungsprogramms steht hierbei im Zentrum künftiger Arbeitsschritte. 

Genau für diese zielgerichtete Arbeit mit dem maßgeschneiderten Vorgehen für den Kunden steht unsere Partnerin Beate Ritzler: vom konkreten Anliegen der besorgten Führungskraft bis hin zur Lösung für das gesamte Unternehmen. Individuell und ganzheitlich, empathisch und fundiert. Und genau deshalb agiert sie hier, um für die Kreisverwaltung das Optimum herauszuholen und zu fördern, statt zu überfordern.


[1] EY Jobstudie 2023, abgerufen am 22.03.2024 unter folgendem Link: https://assets.ey.com/content/dam/ey-sites/ey-com/de_de/news/2023/05/ey-jobstudie-motivation-2023.pdf